Podcast-Marketing 2026: Leitfaden für B2B und B2C

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Podcast-Marketing hat sich in Deutschland bis 2026 von einer aufkommenden Taktik zu einem etablierten Kanal entwickelt. Rund 30 % der Erwachsenen in Deutschland hören wöchentlich Podcasts, und die Nutzung konzentriert sich stark auf berufliche B2B-Entscheider, Gründer, Führungskräfte und erfahrene Fachleute – genau die Zielgruppen, die B2B-Marketer erreichen wollen. Für Marken, die bereit sind, in Audioinhalte zu investieren, bietet ein Podcast eine Tiefe der Interaktion (Aufmerksamkeitsphasen von 45–90 Minuten), die kein anderer digitaler Kanal erreicht.

Podcast-Marketing kennt zwei unterschiedliche Wege: den Branded Podcast (Sie produzieren eine eigene Sendung) und Podcast-Gastauftritte (Sie treten in Sendungen anderer auf). Beide funktionieren, mit unterschiedlichen Kostenstrukturen und Zeithorizonten. Dieser Leitfaden behandelt beide Wege für den deutschen B2B-Kontext: Produktion, Distribution, Zielgruppenaufbau, Wertschöpfung über den Beitrag zur Pipeline und die Einbindung in die übergeordnete Marketingstrategie.

Wie sieht die deutsche Podcast-Landschaft 2026 aus?

Der deutsche Podcast-Markt im Jahr 2026:

Größe der Zielgruppe:

  • 30 % der Erwachsenen in Deutschland hören wöchentlich Podcasts
  • Über 50 % der beruflichen B2B-Entscheider hören mindestens monatlich
  • Der durchschnittliche Hörer nutzt mehr als 8 Folgen pro Woche
  • Hören primär mobil (Arbeitsweg, Fitnessstudio, Spaziergang)

Verteilung nach Plattform:

  • Spotify: etwa 40 % Marktanteil in Deutschland (dominant)
  • Apple Podcasts: etwa 25 %
  • YouTube Podcasts: etwa 15 % (wächst schnell)
  • Deezer, Audible, Amazon Music: zusammen etwa 15 %
  • Nischenplattformen (Pocket Casts, Overcast): etwa 5 %

Trends bei Inhaltskategorien im DACH-Raum:

  • Podcasts zu Wirtschaft und Finanzen (größtes berufliches Segment)
  • True Crime (größtes Unterhaltungssegment)
  • Nachrichten und Politik
  • Technologie und Startups
  • Gesundheit und Wellness
  • Comedy und Unterhaltung
  • Marketing, Vertrieb, B2B-spezifisch

Bekannte deutsche B2B-Podcasts (beispielhaft):

  • OMR Podcast (Marketing und digitales Business)
  • Doppelgänger Tech Talk (Technologie und Finanzen)
  • Handelsblatt Today (Wirtschaftsnachrichten)
  • Branchenspezifische Podcasts zu SaaS, Finanzen und Fertigung

Kennzahlen von B2B-Podcasts in Deutschland:

  • Top-B2B-Podcasts: 10.000–100.000 wöchentliche Hörer
  • Mittleres Segment: 1.000–10.000 wöchentliche Hörer
  • Nischen-Spezialisten: 200–1.000 wöchentliche Hörer (oft wertvoll für ABM)
  • Die meisten Podcasts in Deutschland haben weniger als 2.000 Hörer (Long-Tail-Verteilung)

Für den größeren Zusammenhang lesen Sie auch unseren Leitfaden zur Content-Marketing-Strategie und unseren Leitfaden zu Online-Marketing-Leistungen in Deutschland.

Sollten Sie einen eigenen Podcast starten oder Gast bei anderen sein?

Branded Podcast (Sie produzieren selbst):

Vorteile:

  • Eigene Zielgruppe als Asset
  • Wachsender Hörerstamm
  • Unterstützung des Vertriebs (ausführliche Information für Interessenten)
  • Positionierung als Vordenker
  • SEO-Nutzen (Transkripte als Inhalte)
  • Netzwerkaufbau (Gäste werden zu Kontakten)
  • Redaktionelle Kontrolle

Nachteile:

  • Erheblicher Produktionsaufwand (typisch 2–5 Stunden pro Folge)
  • Langsames Wachstum der Zielgruppe (typisch 12–24 Monate bis zu einer relevanten Größe)
  • Der redaktionelle Aufwand bleibt dauerhaft (nicht bei Folge 6 aufhören)
  • Produktionskosten (500–5.000 € pro Folge)
  • Der direkte ROI ist schwer messbar

Am besten für: Marken mit tiefer Expertise in einem bestimmten Thema, die sich 12–24 Monate verpflichten und eine Führungskraft haben, die als Host auftritt

Podcast-Gastauftritte (Sie treten bei anderen auf):

Vorteile:

  • Geliehene Zielgruppe (kein Aufbau nötig)
  • Schnelle Wirkung (Wochen statt Monate)
  • Geringere Kosten (überwiegend Zeitaufwand)
  • Stärkt die Personenmarke von Führungskräften als Gästen
  • Liefert Content-Ausschnitte für das eigene Marketing
  • Autorität durch Assoziation

Nachteile:

  • Die Zielgruppe gehört Ihnen nicht
  • Begrenzte redaktionelle Kontrolle
  • Einzelne Folgen statt kontinuierlicher Präsenz
  • Schwer über die persönliche Kapazität hinaus zu skalieren
  • Schwankende Qualität von Podcasts und Vorbereitung der Hosts

Am besten für: Führungskräfte, die eine Personenmarke aufbauen, Marken, die schnell im Podcast-Umfeld sichtbar werden wollen, und ABM-orientiertes B2B mit Ansprache der Zielgruppen bestimmter Accounts

Hybrider Ansatz (am häufigsten im anspruchsvollen B2B):

  • Eigenen Branded Podcast starten (langfristiges Asset)
  • Führungskräfte als Gäste in relevanten Podcasts (sofortige Reichweite)
  • Gegenseitig bewerben: bei anderen Gast sein, sie zu sich einladen
  • Wiederverwerten: Ausschnitte aus beiden für Social Media

Für B2B-SaaS-Anbieter oder Dienstleister im Mittelstand, denen Content wichtig ist, ist ein hybrider Ansatz optimal.

Wie produzieren Sie einen hochwertigen B2B-Podcast auf Deutsch?

Folgenformate, die funktionieren:

1. Experteninterviews:

  • Der Host interviewt einen Branchenexperten
  • Das häufigste B2B-Format
  • Einfach zu produzieren (der Gast bringt den Inhalt mit)
  • Baut durch Einladungen ein Netzwerk auf

2. Gespräche mit Gründern:

  • Interviews mit erfolgreichen Gründern und Führungskräften
  • Stark für unternehmerische Zielgruppen
  • Positionierung als hochwertiger Inhalt

3. Deep-Dives zu Kundenerfolgen:

  • Kunde und Marke moderieren gemeinsam
  • Detailliertes Fallstudienformat
  • Wertvoll für den Vertrieb

4. Branchenanalysen:

  • Host und Co-Host besprechen Trends
  • Eigene Analysen und Einordnung
  • Baut Thought Leadership auf

5. Solo-Folgen:

  • Inhalte nur vom Host
  • Klare Meinungen, pointierte Thesen, Deep-Dives
  • Schwer auf gleichbleibendem Qualitätsniveau durchzuhalten

6. Diskussionsrunden:

  • Mehrere Gäste zu einem Thema
  • Höhere Komplexität in der Produktion
  • Hervorragende Tiefe

Empfehlungen zur Länge:

  • 30–45 Minuten: optimal für deutsche B2B-Zielgruppen
  • 60–90 Minuten: passt für tiefere Interviews
  • Unter 30 Minuten: wirkt oft oberflächlich
  • Über 90 Minuten: strapaziert die Geduld der Hörer

Rhythmus:

  • Wöchentlich: am wirksamsten für den Zielgruppenaufbau (aber anspruchsvoll)
  • Alle zwei Wochen: für viele B2B-Podcasts tragfähig
  • Monatlich: Minimum, um die Dynamik im Publikum zu halten
  • Staffeln mit 8–12 Folgen: zunehmend beliebte Alternative zur durchgehenden Veröffentlichung

Wesentliche Punkte für die Produktionsqualität:

Audio:

  • Professionelle Mikrofone (typisch Shure SM7B, Sennheiser MK4, Røde NT1)
  • Akustisch behandelter Aufnahmeraum (oder hochwertiges Setup zu Hause)
  • Poppschutz, Spinnenaufhängung
  • Professioneller Schnitt (Rauschunterdrückung, Equalizer, Lautstärkeangleichung)
  • Musik für Intro und Outro

Aufnahme:

  • Riverside.fm, Squadcast, Zencastr: Plattformen für Remote-Aufnahmen mit getrennten Audiospuren
  • Zoom-Aufnahmen sind akzeptabel, aber von geringerer Qualität
  • Aufnahmen immer sichern

Schnitt:

  • Descript: textbasierter Audioschnitt, weit verbreitet
  • Adobe Audition: klassische Audio-Workstation für anspruchsvollen Schnitt
  • Logic Pro / Pro Tools: professioneller Audioschnitt

Shownotes und SEO:

  • Vollständiges Transkript veröffentlichen (SEO-Nutzen)
  • Zusammenfassung der Folge
  • Stichpunkte mit den wichtigsten Erkenntnissen
  • Links und Ressourcen zum Gast
  • Zeitmarken für die wichtigsten Themen

Wie bauen Sie in Deutschland eine Podcast-Zielgruppe auf?

Taktiken für den Zielgruppenaufbau:

1. Verbreitung auf den großen Plattformen:

  • Spotify (Anmeldung bei Spotify for Podcasters)
  • Apple Podcasts (Einreichung über Apple Podcasts Connect)
  • YouTube Podcasts (Videoversion optional)
  • Deezer, Amazon Music, Audible
  • Deutsche Plattformen (Audio Now usw.)

2. Der Host als Hebel für die Zielgruppe:

  • Eine bestehende Personenmarke lässt den Podcast wachsen
  • Die LinkedIn-Präsenz bringt Podcast-Abonnenten
  • Gegenseitige Bewerbung im Newsletter

3. Verstärkung durch Gäste:

  • Jeder Gast teilt eine Folge mit seiner Zielgruppe
  • Stellen Sie ein Social-Media-Kit zum einfachen Teilen bereit
  • Gäste in allen Werbemaßnahmen markieren

4. Gegenseitige Bewerbung mit anderen Podcasts:

  • Gegenseitige Bewerbung mit ergänzenden B2B-Podcasts
  • Tausch von Trailern
  • Tausch von Gastauftritten (Sie sind Gast bei den anderen, sie bei Ihnen)

5. Bezahlte Werbung:

  • Podcast-Werbung in ähnlichen Podcasts
  • LinkedIn Ads zur Bewerbung von Podcast-Folgen
  • Spotify-Werbung

6. SEO durch Transkripte:

  • Jedes Folgen-Transkript rankt für passende Begriffe
  • Der Long-Tail-Traffic wächst über die Zeit
  • Bringt Abonnenten aus der Suche

7. Wiederverwertung für Social Media:

  • Audio-Ausschnitte auf LinkedIn (natives Audio)
  • Zitat-Grafiken in sozialen Netzwerken
  • Videoausschnitte auf YouTube und TikTok
  • Inhalte für den Newsletter

8. Pflege der Community:

  • LinkedIn-Gruppen, die die Themen diskutieren
  • Branchen-Communitys (Slack, Discord)
  • Direkte Ansprache engagierter Hörer

9. Auszeichnungen und Rankings:

  • Deutscher Podcastpreis
  • Branchenspezifische Podcast-Rankings
  • Ausgewählte Charts bei Apple Podcasts

10. Auftritte auf Konferenzen:

  • Den Podcast auf Veranstaltungen bewerben
  • Live-Aufnahmen von Podcasts auf Konferenzen
  • Podiumsdiskussionen auf Branchenveranstaltungen mit Sichtbarkeit für die Podcast-Marke

Zeitplan für das Wachstum:

  • Monat 1–6: Fundament, langsames Wachstum (0–200 Hörer pro Folge)
  • Monat 7–12: Dynamik entsteht (200–1.000 Hörer pro Folge)
  • Jahr 2: etablierte Präsenz (1.000–5.000 Hörer pro Folge im B2B-Nischenbereich)
  • Ab Jahr 3: Zinseszinseffekt (5.000–25.000+ bei erfolgreichen Programmen)

Wie treten Sie wirkungsvoll als Gast in Podcasts auf?

Passende Podcasts für Gastauftritte finden:

1. Passung der Zielgruppe:

  • Die Demografie der Hörer passt zu Ihrem ICP
  • Themen, die zu Ihrer Expertise passen
  • Passende Größe der Sendung (nicht zu klein, um relevant zu sein, nicht zu groß, um erreichbar zu sein)

2. Qualität des Hosts:

  • Gute Interviewer stellen substanzielle Fragen
  • Die Produktionsqualität fällt auf Sie zurück
  • Redaktionelle Integrität (schneidet Sie nicht irreführend)

3. Reichweite:

  • 1.000–50.000 Hörer pro Folge ist im B2B ein typisch wertvoller Bereich
  • Größere Sendungen sind schwerer zugänglich, haben aber mehr Reichweite
  • Nischen-Sendungen sind leichter zugänglich und haben oft Zielgruppen mit höherer Conversion

Podcasts ansprechen (Pitch):

Beispiele für Betreffzeilen, die funktionieren:

  • „[Konkrete Expertise] für [Name des Podcasts]“
  • „Geschichte für die Sendung: [konkreter Blickwinkel]“
  • „[Gemeinsamer Kontakt] hat mir empfohlen, mich zu melden“

Aufbau der Pitch-E-Mail:

  • Eine konkrete aktuelle Folge loben (belegt, dass Sie zuhören)
  • Kurze Qualifikationen (1–2 Sätze)
  • Konkreter thematischer Blickwinkel für die Sendung
  • Warum jetzt (zeitliche Relevanz)
  • Einfacher nächster Schritt (15-minütiges Gespräch zur Abstimmung)

Was Podcast-Hosts wollen:

  • Substanzielle Gäste mit echten Erkenntnissen
  • Einen einzigartigen Blickwinkel oder eine eigene Perspektive
  • Einen mitreißenden Sprecher (gute Stimme, Energie)
  • Mitwirkung bei der Bewerbung (der Gast teilt die Folge)
  • Unkomplizierte Zusammenarbeit (reagiert zügig, ist vorbereitet)

Vorbereitung vor der Aufnahme:

  • 3–5 aktuelle Folgen anhören
  • 3–5 zentrale Gesprächspunkte vorbereiten
  • Ausrüstung am Vortag testen
  • Ruhiger Aufnahmeort
  • Ein Glas Wasser, Notizen in Reichweite

Während der Aufnahme:

  • Energisch sprechen (im Audio gehen nonverbale Signale verloren)
  • Konkrete Beispiele und Geschichten
  • Konkrete Zahlen und Daten
  • Die Marke ein- oder zweimal erwähnen (nicht zu stark verkaufen)
  • Großzügig mit Erkenntnissen sein (nichts zurückhalten)

Nach der Aufnahme:

  • Die Folge mit der eigenen Zielgruppe teilen (LinkedIn, Newsletter, Social Media)
  • Podcast und Host markieren
  • Dem Host öffentlich danken
  • Die Beziehung für künftige Gelegenheiten pflegen

Überlegungen zum Umfang:

  • Qualität vor Menge (1–2 großartige Podcasts pro Monat sind besser als 8 mittelmäßige)
  • Konstante Präsenz über 12 Monate baut eine Personenmarke mit Zinseszinseffekt auf
  • Conversions aus Podcast-Auftritten verfolgen (wo möglich)

Wie messen Sie den Erfolg von Podcast-Marketing?

Kennzahlen zur Zielgruppe:

  • Downloads bzw. Streams pro Folge (Zielwert hängt von der Nische ab)
  • Durchschnittliche Abschlussrate (Ziel: 70 % und mehr)
  • Wachstumsrate der Abonnenten
  • Geografische Verteilung (Anteil DACH)
  • Demografische Passung zur Zielgruppe

Kennzahlen zur Interaktion:

  • Conversion vom Hörer zur Aktion (Website besuchen, anmelden, Kontakt aufnehmen)
  • E-Mail-Anmeldungen von Podcast-Hörern
  • Interaktion mit Hinweisen im Newsletter
  • Interaktion mit Podcast-Inhalten in sozialen Netzwerken

Beitrag zur Pipeline (speziell im B2B):

  • Zuordnung der Lead-Quelle: Antworten auf die Frage „Wie haben Sie von uns erfahren?“
  • Spitzen im direkten Traffic nach bedeutenden Folgen
  • Erwähnungen eines Podcasts in Vertriebsgesprächen
  • Einfluss auf die Pipeline (Multi-Touch-Attribution mit Podcast-Kontaktpunkten)

Markenkennzahlen:

  • Steigerung des Suchvolumens der Marke
  • Anteil des direkten Traffics
  • Wachstum der LinkedIn-Follower
  • Häufigkeit von Erwähnungen in der Branche
  • Einladungen als Redner und Nominierungen für Auszeichnungen

Operative Kennzahlen:

  • Zeitaufwand pro Folge (Produktionseffizienz)
  • Kosten pro Folge
  • Regelmäßigkeit der Veröffentlichung
  • Wachstumsrate der Zielgruppe

Einschränkungen:

  • Die Attribution bei Podcasts ist notorisch schwierig
  • Hörer klicken beim Zuhören selten auf Links
  • Der Einfluss ist real, aber indirekt
  • Am besten über lange Zeiträume messen (12 Monate und mehr)
  • Quantitative und qualitative Daten kombinieren (Feedback aus dem Vertrieb)

Was kostet Podcast-Marketing in Deutschland?

Kosten eines Branded Podcasts:

Ausrüstung (einmalig):

  • Professionelles Mikrofon: 300–1.000 €
  • Audio-Interface: 200–500 €
  • Akustikbehandlung: 500–3.000 €
  • Aufnahmesoftware: 100–500 €
  • Ausrüstung insgesamt: 1.000–5.000 €

Produktion pro Folge:

  • Zeit des Hosts: interne Kosten
  • Abstimmung mit dem Gast: 1–2 Stunden
  • Aufnahme: 1–2 Stunden
  • Schnitt: 2–4 Stunden (100–500 € bei Auslagerung)
  • Shownotes: 1–2 Stunden (50–200 € bei Auslagerung)
  • Distribution und Bewerbung: 2–3 Stunden

Gesamtkosten pro Folge: 500–3.000 € je nach Produktionsqualität

Jahreskosten des Programms:

  • Wöchentlicher Podcast (50 Folgen): 25.000–150.000 € pro Jahr
  • Alle zwei Wochen (25 Folgen): 12.000–75.000 € pro Jahr
  • Monatlich (12 Folgen): 6.000–36.000 € pro Jahr

Hosting-Plattformen (jährlich):

  • Anchor (kostenlos), Spotify for Podcasters, Buzzsprout, Captivate
  • Typisch 0–600 € pro Jahr

Kosten für Podcast-Gastauftritte:

  • Minimale direkte Kosten
  • Zeitaufwand: 5–10 Stunden pro Gastauftritt (Vorbereitung, Aufnahme und Bewerbung)
  • 10–20 Podcast-Auftritte pro Jahr: üblich für eine aktive Personenmarke

Gesamtinvestition in Podcast-Marketing pro Jahr:

  • Hybrides Programm (eigener Podcast und Gastauftritte): typisch 20.000–100.000 € pro Jahr
  • Hochwertiger Branded Podcast mit bezahlter Bewerbung: 50.000–300.000 € pro Jahr
  • Reine Strategie mit Gastauftritten: 5.000–20.000 € pro Jahr (überwiegend Zeit)

Zum größeren Kostenzusammenhang lesen Sie unseren Leitfaden zu den Kosten für Online-Marketing in Deutschland 2026.

Wie funktioniert Podcast-Werbung für Werbetreibende?

Wenn Sie keinen eigenen Podcast produzieren, aber Podcast-Hörer erreichen möchten, ist Podcast-Werbung eine Möglichkeit:

Werbeformen:

  • Vom Host gesprochene Werbung (Host-Read): am wirksamsten; der Host empfiehlt das Produkt. Premiumpreise.
  • Pre-Roll-Werbung: am Anfang der Folge, 15–30 Sekunden
  • Mid-Roll-Werbung: in der Mitte, länger (60–90 Sekunden), höchste Interaktion
  • Post-Roll-Werbung: am Ende, geringere Interaktion

Netzwerke und Direktbuchungen:

  • Podcastone Germany, Audio Now, ARD Podcasts
  • Spotify Audience Network
  • Direktbuchungen bei großen Sendungen
  • Programmatisch über SXM Media, AdsWizz

Preise:

  • TKP: 15–50 € für deutsche Podcast-Zielgruppen
  • Host-Read mit Empfehlung: 100–500 € TKP und mehr
  • Gesponserte Folgen (ganze Folge): 5.000–50.000 € und mehr

Targeting:

  • Zielgruppe nach Kategorie und Interesse
  • Geografisches Targeting
  • Demografie der Hörer

Am besten für:

  • B2C mit breiter Verbraucherzielgruppe
  • B2B mit Ansprache einer bestimmten Fachzielgruppe, die einem Podcast folgt
  • Markenbekanntheit neben Performance

Weniger wirksam für:

  • Eng zielgerichtetes Nischen-B2B (nutzen Sie stattdessen Gastauftritte)
  • Geringe Markenbekanntheit (Podcast-Werbung funktioniert bei bekannten Marken besser)

Häufige Fragen zum Podcast-Marketing in Deutschland

Sollte ich für den DACH-Raum auf Deutsch oder auf Englisch podcasten?

Für B2B mit Fokus auf Deutschland: Deutsch. Für den DACH-Raum und internationale Tech-Zielgruppen: Englisch, mit eingestreuten deutschen Folgen oder einer deutschen Alternativversion. Für rein internationale Tech-Zielgruppen: Englisch. Die meisten B2B-Unternehmen im deutschen Mittelstand sollten auf Deutsch produzieren.

Wie lange dauert es, bis der Podcast einen ROI bringt?

Branded Podcast: 12–24 Monate bis zu einem relevanten Beitrag zur Pipeline. Podcast-Gastauftritte: Wochen bis Monate bis zur Wirkung auf die Personenmarke. Planen Sie beim Start eines Branded Podcasts mit einer Verpflichtung von 18–24 Monaten.

Welche Podcast-Länge ist im deutschen B2B richtig?

30–45 Minuten sind für die meisten B2B-Zielgruppen optimal. Lang genug für Substanz, kurz genug für den Arbeitsweg. 60 Minuten und mehr passen zu tiefen technischen Inhalten. Unter 30 Minuten wirkt es oft gehetzt.

Wie unterstützt ein Podcast den Vertrieb im B2B?

Auf mehrere Arten: (1) Bekanntheit am Anfang des Funnels beim ICP, (2) Wissensvermittlung in der Mitte des Funnels für bekannte Interessenten (Link zur Folge senden), (3) Kundenreferenzen (Kunden als Gäste interviewen), (4) Vertriebsunterlagen für den Umgang mit Einwänden, (5) direkte Leadgenerierung (Call-to-Action nennen, Link in den Shownotes).

Kann KI Podcast-Inhalte erzeugen?

KI-Tools helfen bei Transkription (Descript, Otter.ai), Zusammenfassung, Entwurf von Shownotes, Erkennung von Ausschnitten und Erstellung von Social-Media-Inhalten. KI ersetzt nicht die Energie des Hosts und den Fluss eines Gesprächs. Nutzen Sie KI für Tempo in der Produktion; den Vortrag des Hosts sollte weiterhin ein Mensch übernehmen.

Welche Rolle spielt Video bei Podcasts?

Eine zunehmend wichtige. Die Videoversion auf YouTube bringt Auffindbarkeit, SEO und Interaktion, die reines Audio nicht bietet. Viele deutsche B2B-Podcasts veröffentlichen inzwischen neben dem Audio eine Videoversion. Das erhöht die Komplexität der Produktion, lohnt sich aber.

Wie komme ich in große deutsche B2B-Podcasts?

Bauen Sie zuerst glaubwürdige Expertise auf. Pitchen Sie mit konkreten Blickwinkeln statt mit allgemeinen Sätzen wie „Ich wäre gern Gast“. Nutzen Sie, wenn möglich, gemeinsame Kontakte. Hören Sie die Sendung vor dem Pitch ausgiebig an. Machen Sie es Hosts leicht, mit vorbereiteten Gesprächspunkten und konkreten Beispielen.

Bereit, Podcast-Marketing in Deutschland zu starten oder auszubauen?

Podcast-Marketing belohnt Geduld und Substanz. Deutsche B2B-Marken, die 2026 eine Podcast-Zielgruppe aufbauen, schaffen sich Vorteile bei der Reichweite, die rein bezahlte Wettbewerber kaum aufholen können. Ob über einen eigenen Branded Podcast, Gastauftritte von Führungskräften oder beides: Der Podcast wird zu einem zunehmend wichtigen B2B-Marketingkanal.

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Ali Raza

Gründer von Gem Programmers. Full-Stack-Entwickler und SEO-Stratege mit Schwerpunkt WordPress, Elementor, Shopify und technischem SEO für Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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Ali RazaGründer, Full-Stack-Entwickler & SEO-Stratege

Schreibt praxisnahe Ratgeber zu Webentwicklung, Shopify und SEO für Unternehmen in Deutschland und der DACH-Region.

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